Grundprinzipien des zustandsorientierten Konfliktmanagements
Zustand vor Verhalten
Verhalten zeigt, in welchem Zustand ein Mensch gerade ist. Regulierte Menschen können kooperieren, zuhören und Lösungen finden. Unregulierte Menschen können das nicht – unabhängig von Alter oder Rolle.
Interpretation vor Ereignis
Nicht das, was passiert, löst Konflikte aus, sondern wie es wahrgenommen wird. Der Zustand färbt diese Wahrnehmung.
Regulation vor Lösung
Solange jemand unreguliert ist, greifen Argumente, Erklärungen oder Appelle nicht. Erst Stabilität, dann Inhalt.
Verbindung vor Kontrolle
Menschen regulieren sich über Beziehung, Klarheit und Sicherheit – nicht über Druck oder Eskalation.
Kleine Schritte vor großen Forderungen
Unregulierte Zustände brauchen Orientierung und machbare Schritte. Je klarer und kleiner der nächste Schritt, desto schneller beruhigt sich die Situation.
Innere und äußere Konflikte folgen derselben Logik
Innere Konflikte entstehen, wenn unterschiedliche Bedürfnisse oder innere Anteile in verschiedenen Zuständen sind. Äußere Konflikte entstehen, wenn dies zwischen Menschen passiert.
